Im Oktober 1984 wurde der Ju-Jutsu-Club Wetzlar gegründet. In den vergangenen 25 Jahren entwickelte sich unser Club zu einem mitgliedsstarken Verein mit vielfältigen Trainingsmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene. Seit Mai 1986 belegen wir die Sporthalle der Friedrich-Fröbel-Schule im Wetzlarer Blankenfeld. Die Sporthalle ist mit rund 180 qm Nutzfläche nahezu ideal für unsere Ansprüche und kann von uns komplett mit Matten ausgelegt werden.
Zurzeit trainieren etwa 150 jugendliche und erwachsene Mitglieder in 7 verschiedenen Trainingsgruppen montags, mittwochs und freitags. Weiterhin trainieren derzeit ca. 70 Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren in drei verschiedenen Gruppen mittwochs und samstags. Rund 40% unserer Mitglieder sind weiblich.
Unsere Trainerinnen und -trainer besitzen alle die Fachübungsleiter- bzw. Trainerlizenz Ju-Jutsu des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bzw. die Lizenz zum Sportassistenten. Dr. Hans-Jörg Müller, 5. Dan JJ, absolvierte 1992 die Ausbildung zum Ju-Jutsu-Trainer-A sowie 1996 zum Ju-Jutsu-Lehrer. Beides sind die höchsten Lizenzen, die der DOSB zu vergeben hat. Hans-Jörg ist damit mit Abstand der höchst qualifizierte Trainer im mittelhessischen Raum. Unseren Trainern stehen eine Reihe von engagierten Trainingshelferinnen und -helfer zur Seite.
Seit 2008 haben wir ein besonderes Trainingsangebot für alle, die sich gerne auf der Matte raufen: Bodenkampf. Als Trainer konnte mit Carlo Wiegand, 2. Dan JJ, Bluebelt Brazilian Jiu-Jitsu und Sportwissenschaftler, ein echter Spezialist im Bodenkampf gewonnen werden. Der Bodenkampf wurde bekannt durch das Brazilian Jiu-Jitsu und deren wichtigsten Vertreter, die Gracie-Familie. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des traditionellen Jiu-Jitsu aus der Kenntnis heraus, dass die große Mehrzahl aller Kämpfe am Boden entschieden wird. Die Gracie-Familie gewann eine Vielzahl an Kämpfen ohne bzw. mit wenigen Regeln, den sog. Freefights oder Mixed Martial-Arts-Kämpfen (MMA). Die nahe Verwandtschaft zum Ju-Jutsu verdeutlicht bereits der Name. Auf Würfe wird in unserem Training verzichtet, daher ist es auch für Anfänger sehr gut geeignet. Das Training ist eine ideale Ergänzung zum Ju-Jutsu und vertieft die Kenntnisse in der komplexen und sehr faszinierenden Kampfdistanz des Bodens. Das Training findet mittwochs in einem zwei- bis dreiwöchigem Rhythmus statt. Die Termine werden unter News bekannt gegeben.
Anfang 2009 neu aufgenommen haben wir Kobudo in unser Trainingsangebot. Kobudo beschäftigt sich mit den traditionellen japanischen Bauernwerkzeugen. Der einfachen Bevölkerung auf Okinawa war es im Mittelalter verboten Waffen zu tragen; dies war nur den Samurai vorbehalten. Die Bauern und Fischer verwendeten daher Werkzeuge und Alltagsgegenstände zur Selbstverteidigung, wie den Wanderstab Bo, den Stock Hanbo, die Reissichel Kama, die Mühlsteinkurbel Tonfa, der Dreschflegel Nunchaku oder die kleine Heugabel Sai. Der Umgang mit diesen Werkzeugen entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer Kampfkunst sowohl mit Schlag- und Stoßtechniken als auch mit Hebel- und Würgetechniken. Auch heute noch werden einige dieser Waffen bei der Polizei und Ordnungskräften verwendet, wie Tonfa und Schlagstock. Das Training wird von Andrea Bernhardt, 3. Dan JJ und 2. Dan Ryûkyû Kobudô Tesshinkan geleitet und findet freitags von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr statt. Interessierte ab 18 Jahren können jederzeit neu einsteigen, die ersten beiden Trainingstermine sind kostenfrei.
Der Ausspruch "Wir alle sind der Verein" steht stellvertretend für unseren Anspruch an Fairness und Zusammenhalt in unserem Verein. Die Förderung des Vereinslebens spiegelt sich in zahlreichen Veranstaltungen wie Rafting, Kanufahrten, Mountainbiketouren, Wanderungen, Weihnachts- und Grillfeiern oder den Besuch von Sport- und Freizeiteinrichtungen wieder.
Weiterhin beteiligten wir uns in den vergangenen Jahren mit Trainingsangeboten an der Ferienpassaktion des Jugendamtes der Stadt Wetzlar. Für die insgesamt herausragende Jugendarbeit wurde der Ju-Jutsu-Club Wetzlar e.V. 2006 mit dem Förderpreis der Stadt Wetzlar für Jugendarbeit ausgezeichnet.
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